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veröffentlicht am 27.11.2019

Umweltschutzorganisation fordert Textilunternehmen zu fairer und nachhaltiger Produktion auf

Black Friday: Greenpeace setzt mit Plakatserie Zeichen gegen Konsumrausch

Greenpeace macht rund um den Black Friday am 29. November mit einer Plakatkampagne auf den Wegwerfwahnsinn in der Modebranche aufmerksam. Auf Citylights in Wien, Printanzeigen und Social Media Kanälen zeigt die Umweltorganisation provokante Bilder: Kleidungsstücke aus Wegwerfplastik symbolisieren die massiven Umweltprobleme, die durch Fast Fashion befeuert werden. Die Umweltschutzorganisation fordert Textilfirmen wie H&M, Zara und Peek&Cloppenburg dazu auf, endlich umweltzerstörende Mode zu Schleuderpreisen aus ihrem Sortiment zu nehmen und nachhaltige, fair produzierte Kleidung in die Geschäfte zu bringen.

„Die Modebranche ist eine der größten Klimasünder weltweit”, erklärt Lisa Panhuber, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace in Österreich. „Fast Fashion verschlingt enorme Ressourcen – für Kleidung, die oft nur kurze Zeit benutzt wird. Der Black Friday kurbelt mit Rabatten und Sonderangeboten diese verheerende Klima- und Umweltbelastung immer weiter an.” Rabattaktionen sorgen laut HirnforscherInnen dafür, dass ein Belohnungssystem im Gehirn in Gang gesetzt wird und gleichzeitig rationale Fragen wie: “Brauche ich das? Ist der Preis angemessen?” zurückgedrängt werden. KonsumentInnen lassen sich so eher zu Impulskäufen von minderwertigen Textilien hinreißen. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Greenpeace hängen 72 Millionen Kleidungsstücke ungetragen in Österreichs Kleiderschränken. Der Ressourcenverbrauch und die Kosten für die Umwelt sind dabei aber enorm: So werden laut dem Umweltbundesamt Deutschland etwa 200 Badewannen voll Wasser benötigt, um ein Kilogramm Baumwolle zu gewinnen. Würden wir die Lebensdauer unserer Kleidungsstücke von einem auf zwei Jahre verdoppeln, würde das allein die CO2-Emissionen der Textilien um 24 Prozent reduzieren.

Greenpeace fordert Textilfirmen dazu auf, nachhaltige und fair produzierte Kleidung anzubieten. Auf EU-Ebene muss die Politik verpflichtende Sozial- und Umweltstandards in der Textilproduktion umsetzen und damit verhindern, dass weiterhin umweltschädliche Wegwerfmode den Markt überschwemmt. „Mit rasant wechselnden Kollektionen und Billigtextilien machen Mode-Giganten Milliardengewinne auf Kosten von Mensch und Umwelt – . Fast Fashion muss endlich zum Auslaufmodell werden”, so Panhuber.

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Bildmaterial
finden Sie unter: http://bit.ly/Greenpeace-Black-Friday

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