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veröffentlicht am 29.11.2019

Politik darf den Appell der Millionen auf der Straße nicht länger ignorieren - es braucht deutlich mehr Ambition beim Klimaschutz und ein Ende des fossilen Zeitalters

Greenpeace: 25. Weltklimakonferenz wird von globalem Klimastreik eingeläutet

Die am Montag beginnende 25. Weltklimakonferenz steht im Schatten der weltweiten Klima-Proteste. Im Fokus der Verhandlungen in Madrid muss ein radikaler Wandel hin zu mehr Ambition zur Verhinderung der Klimakrise stehen. Die derzeit am Tisch liegenden Klimaschutzpläne führen uns in eine katastrophale Welt mit mehr als 3 Grad Erderhitzung. Die Akteure - allen voran die EU, der nach dem Ausscheiden der USA eine besonders tragende Rolle in den Verhandlungen zukommt - müssen Verantwortung übernehmen und sich zu einer deutlichen Verschärfung ihres Klimaziels bekennen. Konkret fordert Greenpeace von der EU eine Erhöhung des Ziels von derzeit minus 40 Prozent weniger klimaschädliche CO2-Emissionen bis 2030 (im Vergleich zu 1990) auf minus 65 Prozent. Österreich selbst verhandelt unter dem Schirm der EU. Die heimischen PolitvertreterInnen dürfen sich jedoch nicht zurücklehnen, denn die Klimapolitik der EU ist nur so gut, wie die ihrer Mitgliedsstaaten.

“Die EU ist zentraler Dreh- und Angelpunkt für den Erfolg der Verhandlungen in Madrid. Doch die EU kann nur so stark auftreten, wie ambitioniert ihre Mitgliedstaaten sich zu echtem Klimaschutz verpflichten,” macht Adam Pawloff, Klimaexperte bei Greenpeace, klar. “Es braucht eine massive Verschärfung des EU Klimaziels und entsprechende Maßnahmen in den Mitgliedsstaaten. Für Österreich heißt das beim Nationalen Klima- und Energieplan, zurück an den Start”.

Darüber hinaus stehen die letzten Teile des sogenannten Pariser “Regelwerks” auf der Tagesordnung der COP25. Konkret, wie der Handel mit Emissionsrechten ausgestaltet werden sollte. Greenpeace weist darauf hin, dass keine Zeit mehr bleibt, um dringenden Klimaschutz in Industrienationen wie Österreich, auf andere Staaten auszulagern. Zudem sind angesichts der drohenden Klimakatastrophe und im Rahmen des Pariser Abkommens, alle Staaten gefordert, Klimaschutz bei sich zuhause umzusetzen. “Es kann nicht sein, dass wir uns noch länger aus unserer Pflicht, die wir seit Jahrzehnten ignorieren, freikaufen und die Verantwortung für unsere schmutzigen Emissionen über Zertifikate in den globalen Süden verschieben. Wir müssen vor der eigenen Haustüre kehren,” macht Pawloff klar. In Österreich bedeutet das im ersten Schritt den massiven Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel, die thermische Sanierung von Gebäuden und die Abschaffung von klimaschädlichen Subventionen im Rahmen einer sozial-ökologischen Steuerreform.

Das Greenpeace Factsheet zur COP25
finden Sie hier: http://bit.ly/COP25_GP

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