veröffentlicht am 24.09.2021

Greenpeace-AktivistInnen besetzen seit 24 Stunden Wiener Rathaus

Umweltschutzorganisation fordert Baustopp für Stadt- und Lobau-Autobahn und ruft zum Klimastreik auf: Ganz Wien leistet heute Widerstand gegen die Autobahnen

Seit 24 Stunden besetzten Greenpeace AktivistInnen das Büro von Bürgermeister Michael Ludwig und den Westturm im Wiener Rathaus. Um sieben Uhr hissten die AktivistInnen zudem eine Flagge auf der Spitze des Turms und zeigten so ihre Solidarität mit dem weltweiten Klimastreik, der ab heute Mittag in ganz Österreich stattfindet. Auch nach 24 Stunden bleibt der Wiener Bürgermeister den AktivistInnen ein Gesprächsangebot schuldig. Auch die zahlreichen jungen Protestierenden, die seit rund einem Monat die Baustelle der Stadtstraße in Hirschstetten blockieren, ignoriert Michael Ludwig beständig.

“Ganz Wien leistet heute Widerstand gegen das Wahnsinnsprojekt Lobau-Autobahn. Von den mutigen jungen Klimaschützerinnen und Klimaschützern, die die Bauarbeiten vor Ort blockieren, über tausende Kinder und Jugendliche, die sich dem Fridays For Future Klimastreik anschließen, bis hin zu den Greenpeace-AktivistInnen, die das Rathaus besetzen. Die Botschaft ist klar: Die Lobau bleibt! Bürgermeister Ludwig muss endlich einsehen, dass eine echte Verkehrswende in Österreich nicht mit neuen Megastraßen zu machen ist. Er muss sofort den Bau von Stadt- und Lobau-Autobahn stoppen”, stellt Klara Maria Schenk, Klima- und Verkehrsexpertin bei Greenpeace in Österreich, klar.

Seit über zehn Jahren blendet die Wiener Stadtregierung die erheblichen Bedenken von Wissenschaft und UmweltschützerInnen konsequent aus. Stattdessen versucht die Regierungspartei, die WienerInnen mit falschen Versprechungen und selbst verursachten Verkehrsproblemen im Norden Wiens von dem Mega-Autobahnprojekt zu überzeugen.

“Statt sich den jungen Menschen seiner Stadt zu stellen und endlich in einen offenen Dialog mit der Wissenschaft über sinnvolle Verkehrsplanung zu treten, verschanzt sich Bürgermeister Michael Ludwig lieber im Elfenbeinturm. Er droht stattdessen den Wienerinnen und Wienern, ihnen den Zugang zu ihrem Rathaus zu nehmen. Hätte die SPÖ in den letzten Jahrzehnten die Bedenken von Wissenschaft und Umweltschutz ernst genommen, müssten wir dieses Anliegen nicht vor seine Bürotüre tragen”, sagt Klara Maria Schenk, Klima- und Energiesprecherin bei Greenpeace in Österreich, über die fehlende Gesprächsbereitschaft der SPÖ. “Bürgermeister Ludwig verbeißt sich mit der Lobau-Autobahn in einem Projekt, das zu seinem persönlichen Zwentendorf oder Hainburg wird. Für die SPÖ wird es ein unschönes Erwachen aus ihrem Dornröschenschlaf geben, wenn sie weiterhin die Stimmen der Wissenschaft und der jungen Menschen, die um ihre Zukunft kämpfen, ignoriert”, warnt Schenk.

Bildmaterial vom vergangenen Abend und der Fahnenaktion am Rathausturm finden Sie unter: https://act.gp/20210923-LOBAU-BLEIBT
Die Fotos stehen unter Angabe der Fotocredits für redaktionelle Zwecke kostenlos zur Verfügung.

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