veröffentlicht am 12.01.2021

Umweltschutzorganisation warnt vor Brems-Manövern der fossilen Lobby - Investitionen in innovative Speichertechnologie erhöhen Versorgungssicherheit, neue Gaskraftwerke wären Rückschritt

Greenpeace: Angstmache vor Blackout-Dystopien ersetzt keine Energiewende

Anlässlich der gemeldeten Störungen im europäischen Stromnetz warnt Greenpeace davor, die Versorgungssicherheit gegen den Ausbau erneuerbarer Energien auszuspielen. Für ein klimafitte Zukunft muss Österreich phasenweise aus allen fossilen Energieträgern aussteigen. Die Versorgungssicherheit der Bevölkerung ist dabei naturgemäß das höchste Gut, doch es braucht eine faktenbasierte Diskussion darüber, wie diese sichergestellt werden kann. Dabei müssen innovative Lösungen wie intelligente Speichertechnologien und vernünftige Bedarfsdeckung im Fokus stehen. Der Forderung nach zusätzlichen, neuen Gaskraftwerken erteilt die Umweltschutzorganisation mit Blick auf die Klimaziele Österreichs eine klare Absage.

“Um den Übergang in eine grüne und klimaneutrale Zukunft zu sichern, muss der Ausbau der erneuerbaren Energien an intelligente Energiespeichersysteme geknüpft werden. Versorgungssicherheit und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen gemeinsam gedacht werden,” fordert Jasmin Duregger, Greenpeace Klima- und Energieexpertin. In der aktuellen Diskussion wird mit der Angst der Bevölkerung vor einem angeblich drohenden Blackout gespielt, um auf einen weiteren Ausbau von klimaschädlichen Energieträgern wie Gas zu pochen. Forderungen der Gas-Lobby nach einem weiteren Ausbau der Gasinfrastruktur lehnt Greenpeace entschieden ab. Zwar wird fossiles Gas noch eine Rolle im Übergang in ein klimaneutrales Österreich 2040 spielen, hat jedoch in einer klimafreundlichen Zukunft aufgrund der hohen CO2-Emissionen in der Verbrennungen keinen Platz mehr. “Statt veraltete und klimaschädliche Lösungen wie Gas als Antwort auf die Herausforderung der Versorgungssicherheit zu präsentieren, gilt es auf intelligente Speichersysteme und europäische Zusammenarbeit zu setzen,” appelliert Duregger.

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