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veröffentlicht am 23.11.2018

Bereits 16 Staats- und Regierungschefs Teil der Initiative – Umweltschutzorganisation fordert österreichische Regierung auf, sich für höheres EU-Klimaziel einzusetzen

Greenpeace begrüßt internationale Klimaschutz-Initiative von Bundespräsident Van der Bellen

Wien – Greenpeace sieht in der vom österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen ins Leben gerufenen “Initiative für mehr Klimaambition” ein wichtiges Signal an die europäischen Regierungen. In einer Deklaration wird die Weltstaatengemeinschaft aufgefordert, ihre Klimaschutzziele zu verbessern. Unterzeichnet wurde diese bereits von 14 europäischen Staatsoberhäuptern – unter anderem aus Deutschland, Italien und Ungarn – und zwei Regierungschefs. Anlass der Klimaschutz-Initiative ist die bevorstehende Weltklimakonferenz in Polen. Greenpeace fordert die österreichische Bundesregierung auf, sich in der Rolle des EU-Ratsvorsitzes für ein höheres Klimaziel der EU stark zu machen. Dieses ist bislang nicht ausreichend um die Erderhitzung einzudämmen.

„Zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs haben sich jetzt offiziell zu mehr Klimaschutz bekannt. Nun müssen ihre Regierungen handeln und die nationalen Klimaschutzmaßnahmen deutlich verstärken“, sagt Adam Pawloff, Klimaexperte bei Greenpeace in Österreich. Die derzeitigen Verpflichtungen der Staaten würden die Welt um rund 3,5 Grad Celsius heißer machen als zu vorindustriellen Zeiten. Das hätte katastrophale Auswirkungen: „Was derzeit am Tisch liegt, reicht nicht ansatzweise aus um die globale Erhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Wenn wir Dürren, Gletscherschmelzen und das Untergehen der Inselstaaten verhindern wollen, müssen alle Länder der Welt an einem Strang ziehen und endlich alles dafür tun, um die Klimakrise abzuwenden.“

Die Deklaration erscheint weniger als eine Woche vor der Veröffentlichung der langfristigen EU-Klimastrategie. Diese ist die Grundlage für weitere Verhandlungen über die Verbesserung des gemeinsamen Klimaziels der EU-Staaten. “Umweltministerin Köstinger muss die Chance als Vorsitzende der EU-Delegation bei der Weltklimakonferenz nutzen und für ein klares Signal der EU für mehr Klimaschutz sorgen”, fordert Pawloff. “Erst wenn die EU eine deutliche Verbesserung ihres Klimaziels ankündigt, werden andere Länder folgen. Mit einem solchen Durchbruch wäre die Weltklimakonferenz ein Erfolg.”

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