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veröffentlicht am 29.04.2020

Umweltschutzorganisation fordert staatliche Hilfen an Unternehmen an ökosoziale Bedingungen zu knüpfen

Greenpeace begrüßt klare Verankerung von Klimaschutz im Konjunkturprogramm

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt die klare Verankerung von Klimaschutz und Regionalisierung im Rahmen des von der Regierung präsentierten Konjunkturprogramms. Klimaschutz müsse zentrales Element eines Wiederaufbaus in Österreich sein, um die Folgen von Coronakrise sowie Erderhitzung zu bekämpfen, so Greenpeace. Investitionen in nachhaltige Branchen schaffen sichere Arbeitsplätze, bekämpfen soziale Ungleichheit und bauen eine moderne und krisenfeste Wirtschaft auf. Das zeigt auch eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des deutschen Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft (FÖS). Die Umweltorganisation fordert, staatliche Hilfen an Unternehmen an öko-soziale Bedingungen zu knüpfen, um Österreich bis 2040 klimaneutral zu machen.

“Österreich braucht einen grünen Weg aus der Corona-Krise. Mit klugen Konjunkturpaketen gelingt beides: Die Wirtschaft zukunftsfit zu machen und hunderttausende nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen, etwa im öffentlichen Verkehr, Gebäudesanierungen und erneuerbaren Energien. Und wir stellen sicher, dass Österreich schon jetzt alles unternimmt, um die nächste große Krise abzuwenden – die Klimakrise”, begrüßt Sophie Lampl, Programmdirektorin bei Greenpeace die heutige Ankündigung. Alleine mit der Umsetzung des Photovoltaik-Ausbauziels der Regierung können in Österreich bis zu 200.000 regionale Arbeitsplätze geschaffen werden.

Darüber hinaus müsse die Regierung staatliche Hilfen daran knüpfen, dass Unternehmen sich dazu verpflichten, Arbeitsplätze zu fairen Löhnen zu garantieren, Umschulungen auf nachhaltige Jobs zu finanzieren und die Treibhausgas-Emissionen massiv zu senken - im Einklang mit dem Pariser Abkommen und dem Ziel die globale Erhitzung auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen. “Mit einem grünen Wiederaufbau kann Österreich jetzt den Sprung in ein neues Zeitalter schaffen. Staatliche Hilfen müssen daran geknüpft sein, die Unternehmen auf Klimakurs zu bringen. Statt Millionen Euros in rauchenden Schloten, der dreckigen Öl- und Gasindustrie oder maroden, klimaschädlichen Fluglinien zu versenken, muss die Regierung unser Steuergeld in nachhaltige Betriebe investieren. So können wir die Wirtschaft modernisieren, ökologisch umbauen und sozial gerecht gestalten, und wir machen Österreich langfristig krisensicher”, fordert Lampl. Länder wie Finnland zeigen es vor: Die finnische Regierung hat angekündigt, ihr Konjunkturprogramm an das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 und eine kohlenstoffarme Kreislaufwirtschaft zu koppeln.

Die Kurz-Studie von Greenpeace zu Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise und ökologische Transformation finden Sie hier:
https://bit.ly/FOES_GP_StudieFull

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