veröffentlicht am 30.09.2021

Greenpeace begrüßt Klimaticket Now als wesentlichen Schritt zur Verkehrswende

Umweltschutzorganisation fordert ambitionierten CO2-Preis und Ende von klimaschädlichen Mega-Straßenprojekten

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigt sich erfreut über den heute von Klimaministerin Leonore Gewessler verkündeten flächendeckenden Start des Klimatickets. Das Ticket ist ein wesentlicher Schritt hin zur dringend benötigten Verkehrswende. Greenpeace fordert, dass nun auch die nächsten Hebel in Richtung Klimaschutz umgelegt werden. Allen voran muss eine ökosoziale Steuerreform mit einem ambitionierten CO2-Preis umgesetzt werden, der bis 2025 auf 150 Euro pro Tonne CO2 ansteigt. Nur so kann sichergestellt werden, dass es zu einem echten Lenkungseffekt kommt und die Emissionen in den nächsten Jahren sinken statt steigen.

„Der Start des Klimatickets von Klimaministerin Leonore Gewessler ist ein wesentlicher Schritt, um die Öffis leistbar und attraktiv zu machen”, begrüßt Klara Maria Schenk, Klima- und Verkehrsexpertin von Greenpeace die heutige Ankündigung. Mit rund einem Drittel der heimischen CO2-Emissionen ist der Verkehr das größte Sorgenkind des Klimaschutzes in Österreich. Das neue Angebot macht den öffentlichen Verkehr günstiger, den Fahrscheinkauf einfacher und damit den Umstieg auf Bus und Bahn für PendlerInnen wesentlich attraktiver. „Klar muss aber sein: das ist nur ein Teil der Gleichung. Das Klimaticket belohnt klimafreundliches Verhalten und unterstützt die Menschen beim Umstieg. Wir brauchen aber auch einen spürbaren Preis für klimaschädliches Verhalten. Die lang versprochene Steuerreform muss endlich auf den Tisch. Mit einem ambitionierten Preis für CO2 und sozialen Ausgleichsmaßnahmen, kann der Umstieg in eine klimafreundliche Zukunft gefördert und gestärkt werden.” Gleichzeitig müssen die notwendigen Veränderungen in unserem Verkehrssystem auch auf Investitionsseite umgesetzt werden. „Es werden nach wie vor Unmengen an Steuergeldern für klimaschädliche Mega-Straßenprojekte, wie etwa die Lobau-Autobahn verpulvert. Damit muss ein für alle mal Schluss sein. Wir brauchen ein klimafittes Verkehrssystem, das auf öffentliche Verkehrsmittel setzt statt auf Umweltzerstörung,” sagt Schenk.

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