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veröffentlicht am 07.09.2020

Greenpeace begrüßt Plastik-Plan des Klimaministeriums

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt den heute von Klimaministerin Leonore Gewessler vorgelegten 3-Punkte-Plan gegen die Plastikflut. Die wichtigsten Schritte zur Reduktion von unnötigem Wegwerfplastik sind für Greenpeace dabei eine Mehrwegquote bei Getränken sowie die geplante Herstellerabgabe für Plastikverpackungen. Dort wo Einwegplastik noch nicht vermieden wird, ist zumindest bestmögliches Recycling nötig. Andere Länder zeigen hier, dass Getränkeverpackungen am effektivsten über ein Pfandsystem gesammelt und recycelt werden. Um den flächendeckenden Ausbau von Mehrwegsystemen in Österreich rasch umzusetzen, fordert Greenpeace vor allem die bisherigen Blockierer, Lidl und Hofer, dazu auf, jetzt Mehrweg-Pfandflaschen einzuführen.

“Mit diesem Plastik-Plan führt an Mehrweg in Österreich kein Weg mehr vorbei,” sagt Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich. “Die von den Diskontern oft vorgeschobene Verzögerungstaktik ´Warten auf die Politik´ muss jetzt ein Ende finden. Auch die ÖVP muss jetzt mitziehen und darf sich nicht mehr gegen Mehrwegquoten und Pfand stellen,” analysiert Panhuber, “sonst trägt sie die Schuld daran, dass die Plastikmüllberge weiter wachsen.”

Mehrwegverpackungen sind für Greenpeace die umweltfreundlichste Verpackungsform für Getränke und Milchprodukte. “Mehrwegflaschen können bis zu vierzig Mal wiederbefüllt werden und helfen dabei, die Müllberge zu verringern. Das ist der große Vorteil gegenüber Wegwerfflaschen,” sagt Panhuber. Und weiter: “Daher müssen Mehrwegflaschen wieder die übliche Verpackungsart in Österreich werden. Mit dem heutigen Vorstoß von Ministerin Gewessler sind wir diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen.”

Greenpeace unterstützt auch den Plan der Klimaministerin, dass die von der EU vorgeschriebene Plastiksteuer ab 2021 von der Industrie bezahlt wird, und nicht, wie von Finanzminister Gernot Blümel vorgeschlagen, von den SteuerzahlerInnen. “Die Konzerne, die uns mit Plastik zumüllen, müssen dafür auch bezahlen. Denn die Hersteller sollen mit der Steuer dazu animiert werden, weniger Plastik in Umlauf zu bringen. Es wäre ungerecht die Menschen in Österreich zu belasten, die plastikfrei einkaufen möchten, oft aber keine Möglichkeit dazu haben”, fordert Panhuber.

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