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veröffentlicht am 05.12.2018

Umweltschutzorganisation fordert sofortiges Aus für Plastiksackerl bei Peek & Cloppenburg - Warnt Regierung vor falschen Lösungen aus Bioplastik und Papier

Greenpeace-Catwalk: SOKO-Star Klebow und Schauspieler Altenkopf in Plastik gegen Wegwerfsackerl - BILD

Wien – Vor einer Filiale von Peek & Cloppenburg auf der Wiener Kärntner Straße hat Greenpeace heute eine Modenschau mit einem 16 Meter langen Catwalk organisiert. Als Models sind der SOKO-Star Lilian Klebow sowie ihr Ehemann und Schauspiel-Kollege Erich Altenkopf dafür in ein Plastik-Outfit geschlüpft: Geschneidert wurde die Bekleidung der Models - ein Kleid sowie ein Anzug - nämlich aus Plastiksackerln. Jeweils 17 davon stammen von Peek & Cloppenburg- das ist in etwa die Anzahl an Wegwerfsackerln, die der Konzern pro Minute in Österreich kostenlos ausgibt (https://bit.ly/2Qcv4zp). In der gesamten Bekleidungsbranche sind es laut Greenpeace-Berechnungen etwa 80 Millionen Sackerl. Die Umweltschutzorganisation fordert von Peek & Cloppenburg sofort auf Mehrweg-Taschen umzusteigen. Hinsichtlich des Plastiksackerlverbots der Bundesregierung warnt Greenpeace vor falschen Lösungen wie Papier oder Bioplastik.

„Wegwerfsackerl aus Plastik sind sowas von out. Dieser Müll verschmutzt unsere Gewässer, Wälder und Städte. Ein Modekonzern wie Peek & Cloppenburg müsste das schon längst verstanden haben.Während sich mehr und mehr Unternehmen vom Wegwerfsackerl verabschieden, gibt Peek & Cloppenburg die Sackerl gratis aus und verschärft damit die Plastik-Krise“, sagt Nunu Kaller, KonsumentInnensprecherin bei Greenpeace in Österreich. Mit der heutigen Aktion protestiert Greenpeace gegen die gängige Praxis des Konzerns, Wegwerfsackerl kostenfrei und ungefragt an die KonsumentInnen zu verteilen. Geschätzt drei Millionen Sackerl wandern in Österreich jährlich über die Verkaufstheke des Konzerns.“ Spätestens ab 2020 kommt das Plastiksackerl-Verbot so oder so. Peek & Cloppenburg muss jetzt ein Zeichen setzen und ab sofort auf umweltschonende Alternativen umsteigen”, betont Kaller.

Lilian Klebow, SOKO-Donau-Schauspielerin und Model bei der Greenpeace-Aktion: “Ich wünsche mir für meine Kinder, dass sie - so wie ich als Kind - jetzt und auch in Zukunft durch eine saubere und gesunde Natur streifen können. Dafür müssen wir aber damit aufhören, tonnenweise Plastikmüll zu produzieren. Deshalb unterstütze ich Greenpeace bei ihrem Protest gegen Wegwerfplastiksackerl.” Auch der Schauspieler Erich Altenkopf setzt sich gegen Wegwerfplastik ein:

"Ich versuche selber, in meinem Alltag Plastik zu reduzieren. Dazu gehört selbstverständlich, beim Shoppen zu Mehrwegtaschen zu greifen. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, dass auch die Unternehmen dabei mithelfen, Plastikmüll zu vermeiden." Nach dem Lebensmittelhandel, wo bereits erste Schritte gegen die Plastik-Krise gesetzt werden, gibt die Textilbranche laut Greenpeace-Berechnungen die meisten Wegwerfsackerl in Österreich aus: Insgesamt etwa 80 Millionen.

Am vergangenen Wochenende hat die Bundesregierung angekündigt, Plastiksackerl ab dem Jahr 2020 aus dem gesamten Handel zu verbannen. “Wir werden hier der Regierung ganz genau auf die Finger schauen. Plastiksackerl mit Sackerl aus Bioplastik oder Papier zu ersetzen hilft der Umwelt nämlich überhaupt nicht. Die Ökobilanz von diesen Materialien ist ähnlich schlecht. Die einzige umweltschonende Alternative ist Mehrweg. Dafür braucht es klare Vorgaben im Gesetz”, sagt die Expertin.

Bildmaterial finden Sie unter: https://bit.ly/2Qcv4zp
Die Fotos stehen für eine einmalige Verwendung unter Angabe der Photo Credits (© Mitja Kobal / Greenpeace) kostenlos zur Verfügung.

Das Fact Sheet “Für den Müll produziert” finden Sie unter: https://bit.ly/2r6Mgri

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