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veröffentlicht am 04.06.2019

Greenpeace-Erfolg: Vienna Insurance Group versichert keine Kohlekraftwerke mehr

Greenpeace begrüßt die heute von der Vienna Insurance Group (VIG) veröffentlichte Anti-Kohle-Strategie. In Folge einer Kampagne der Umweltschutzorganisation wird das Unternehmen künftig keine neuen Kohlekraftwerke und -minen mehr versichern. Das Mutterunternehmen der Wiener Städtischen und der Donau Versicherung stoppt auch seine Investitionen in Kohlekraftwerks- und Minenbetreiber und verlängert bestehende Verträge nur unter bestimmten Auflagen. Die VIG folgt damit UNIQA, Generali und Zürich, die bereits Anti-Kohle Strategien vorgelegt haben. Die großen Player am österreichischen Versicherungsmarkt haben damit alle der Kohleindustrie den Rücken gekehrt.

„Wir begrüßen die neue Strategie für den Kohleausstieg der Vienna Insurance Group. Damit sendet sie ein deutliches Signal an Politik und Industrie: Kohle ist ein Auslaufmodell und nicht versicherbar”, so Adam Pawloff, Klimaexperte von Greenpeace. „Kohle ist der Klimakiller Nummer Eins und verantwortlich für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenkrebs und hunderttausende vorzeitige Todesfälle weltweit. Es darf nicht sein, dass Unternehmen Hab und Gut, Gesundheit und Leben versichern und gleichzeitig auch eine Industrie, die all das vernichtet. Die VIG hat jetzt die Konsequenzen gezogen und sich mit ihrer neuen Strategie für den Kohleausstieg den Vorreiterinnen und Vorreiten in der Versicherungsbranche angeschlossen.” Greenpeace fordert auch alle anderen Versicherungsunternehmen auf, dem Beispiel der VIG zu folgen und so in Europa bis 2030 für einen Ausstieg aus Kohle zu sorgen.

Kohle ist für 46 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich und dadurch mit Abstand der Klimakiller Nummer Eins. Durch die Erderhitzung nahmen in den vergangenen Jahren Naturkatastrophen wie Stürme, Dürren und Hochwasser zu. Laut Münchener Rückversicherung beliefen sich die Kosten infolge von Naturkatastrophen allein im Jahr 2018 auf 160 Milliarden Dollar. Im Jahr 2017 waren es sogar 330 Milliarden. Rund die Hälfte dieser Schäden war versichert und musste von den Versicherungsunternehmen gedeckt werden.

Zu den Grundzügen der VIG Anti-Kohle-Policy: https://bit.ly/2JSuX8V

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