veröffentlicht am 03.12.2021

Greenpeace fordert nach Stopp der Lobau-Autobahn Verkehrslösungen statt Schockstarre

Umweltschutzorganisation mahnt Stadt Wien ihre selbstdefinierten Klimaziele ernst zu nehmen und klimafitte Lösungen für die Verkehrsprobleme im Norden Wiens vorzulegen

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisiert, dass Stadt Wien und Land Niederösterreich nach der Absage des klimazerstörerischen Megaprojekts Lobau-Autobahn durch Bundesministerin Leonore Gewessler nach wie vor in einer Schockstarre verharren. Echte und zukunftsfähige Lösungen für das Verkehrschaos im Norden Wiens wurden bisher nicht vorgelegt. Die Stadt Wien hat sich dazu verpflichtet, den Verkehr in Wien bis 2030 deutlich zu reduzieren und den PendlerInnenverkehr in diesem Zeitraum gar zu halbieren. In Kombination mit dem Ziel der Stadt, bis 2040 klimaneutral zu werden, fordert Greenpeace das sofortige Aus für die Stadtstraße in der geplanten Form, den raschen weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs und eine endgültige Abkehr von der ewiggestrigen Betonpolitik der Stadt Wien.

“Wir befinden uns mitten in einer Klima- und Naturkrise, das scheint in der Wiener Stadtregierung aber noch nicht angekommen zu sein. Die Stadt Wien hat es verabsäumt, in den letzten 20 Jahren zukunftsfähige Verkehrslösungen zu entwickeln. Die Politik muss jetzt raus aus der Schockstarre und das längst überfällige Aus für die Lobau-Autobahn anerkennen. Bürgermeister Michael Ludwig und Verkehrsstadträtin Ulli Sima müssen endlich Verantwortung übernehmen und echte Alternativen für die Bevölkerung im Norden Wiens finden: einen sofortigen Ausbau der Öffis, eine starke Parkraumbewirtschaftung und einen endgültigen Stopp der völlig überdimensionierten Stadtautobahn”, fordert Klara Maria Schenk, Klima- und Verkehrsexpertin bei Greenpeace Österreich.

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