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veröffentlicht am 04.09.2018

Abkommen der Vereinten Nationen zur Hohen See ist historische Chance für Schutz der Weltmeere

Greenpeace-Kite-Aktion: Fliegende Meeresschildkröte vor UN-Hauptquartier

Wien/New York – Mit einem riesigen Kite in Form einer Meeresschildkröte weist Greenpeace heute in New York auf die Bedeutung eines globalen Abkommens zum Schutz der Hohen See hin. Die Verhandlungen der Vereinten Nationen für ein solches Abkommen haben soeben begonnen und sollen bis 2020 abgeschlossen sein. Die Umweltschutzorganisation sieht in den Verhandlungen eine historische Chance: Ein starkes Hochseeschutzabkommen könnte das entscheidende Instrument zur Errichtung von Schutzgebieten auf Hoher See und somit für den weltweiten Schutz unserer Meere sein.

„Dieses Abkommen zum Schutz der Hohen See könnte der willkürlichen Ausbeutung unserer Meere außerhalb nationaler Grenzen endlich ein Ende setzen. Regierungen weltweit müssen diese historische Chance für den Schutz unserer Meere ergreifen“, fordert Lukas Meus, Meeressprecher bei Greenpeace in Österreich. Mithilfe des Abkommens soll die Möglichkeit geschaffen werden, weitreichende Meeresschutzgebiete auf Hoher See zu errichten. Die Hohe See umfasst eine Fläche, die beinahe die Hälfte unseres Planeten beziehungsweise zwei Drittel aller Meere ausmacht. Derzeit stehen nur ein Prozent der Hohen See und drei Prozent aller Meere unter Schutz. WissenschaftlerInnen gehen davon aus, dass dieser Anteil bis 2030 auf mindestens 30 Prozent erhöht werden muss, um den sensiblen marinen Lebensraum zu bewahren. „Die Zukunft unserer Meere steht auf der Kippe: Industrielle Fischerei, Öl- und Gasbohrungen, massive Verschmutzung und der Klimawandel setzen den Meeren und ihren Bewohnern zu. Wir brauchen ein Netzwerk an großflächigen Schutzgebieten: Für die Meerestiere, für uns Menschen und im Kampf gegen die Klimaerhitzung“, sagt Meus.

Meeresschutzgebiete haben zahlreiche Funktionen, die für ein Leben auf unserem Planeten unentbehrlich sind: Schutzgebiete sind wichtige Rückzugsräume für Meereslebewesen, erhalten und fördern die Artenvielfalt und machen die Ozeane dadurch widerstandsfähig gegen die Auswirkungen des Klimawandels. „Die Verhandlungen der Vereinten Nationen in den nächsten zwei Jahren sind entscheidend für die Zukunft unserer Ozeane und das Überleben von Millionen von Meereslebewesen wie Delfinen, Walen und Meeresschildkröten. Aber auch wir Menschen sind auf gesunde Meere angewiesen“, warnt Meus.

Lukas Meus, Meeressprecher von Greenpeace in Österreich, ist bei den Verhandlungen in New York anwesend und steht für Interviews zur Verfügung.

Bildmaterial von der Aktion vor dem UN-Hauptquartier sowie von Meereslebewesen finden Sie hier: http://bit.ly/2LWTUwi
Dieses steht für eine einmalige Verwendung unter Angabe der Photo Credits kostenlos zur Verfügung.

Das Factsheet „Weltweites Abkommen für den Schutz der Hohen See“ finden Sie unter: http://bit.ly/2Cf52oF

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