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veröffentlicht am 04.04.2019

Nur drei von acht Supermärkten bieten unbedenkliche Eierfarben an – Greenpeace fordert Verkaufsstopp problematischer Farben

Greenpeace-Marktcheck: Eierfarben weiterhin Risiko für die Gesundheit

Anlässlich des kommenden Osterfestes hat der Greenpeace-Marktcheck das Angebot der Supermärkte rund um Eier untersucht. Das Ergebnis: 46 von 60 Eierfarben zum Selbstfärben in den Supermärkten enthalten gesundheitsgefährdende Farbstoffe. Diese Inhaltsstoffe können bei Kindern die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) begünstigen. Darum fordert Greenpeace, problematische Farben nicht mehr länger in Umlauf zu bringen. Für die Gesundheit unbedenklich sind alle Eierfarben bei MPreis, Lidl und Hofer. MPreis wird mit seinem rundum guten Oster-Angebot Testsieger, Lidl und Hofer liegen auf Platz zwei und drei.

„Bunte Ostereier dürfen schlicht keine Farbstoffe enthalten, die der Gesundheit schaden können. Speziell in den Händen von Kindern haben krankmachende Farben nichts verloren“, sagt Nunu Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace in Österreich. Denn gerade wenn Kinder Eier färben, kommt die Farbe oft auf die Haut. Ist die Eierschale beschädigt, werden die bedenklichen Farbstoffe sogar mitgegessen. Obwohl es Alternativen gibt, stecken in den Farben bekannter Traditionsmarken wie Brauns, Schimek und Fixcolor immer noch Inhaltsstoffe, die Asthma und Allergien sowie bei Kindern das ADHS-Syndrom begünstigen können. Grünes Licht gibt der Greenpeace-Test hingegen für sämtliche bereits fertig gekochten und gefärbten Ostereier, die in den Supermärkten verpackt oder lose angeboten werden.

Lebensmittel, die mit bedenklichen Farben gefärbt wurden, müssen mit einem Warnhinweis gekennzeichnet werden, bei Eierfarben zum Selberfärben gibt es eine gesetzliche Ausnahmeregelung. Die KonsumentInnen werden über den Inhalt im Dunkeln gelassen. Greenpeace fordert daher von Herstellern und Supermärkten, die bedenklichen Eierfarben endlich aus den Produkten und aus den Geschäften zu verbannen. MPreis, Lidl und Hofer sind hier vorbildlich und haben nur mehr unbedenkliche Produkte zum Färben in ihren Regalen. "Eierfarben, die der Gesundheit schaden können, haben in unseren Supermärkten nichts verloren. Die großen Supermarktketten müssen endlich Farbe bekennen und dürfen nur mehr unbedenkliche Eierfarben anbieten", fordert Kaller.

Wer die Eier fürs Osterfest selbst färben möchte, greift am besten zu den Produkten bei MPreis, Lidl, Hofer und in den Bio-Märkten oder verwendet Farben aus der Natur wie Kurkuma und Rote Rüben.

Weitere Informationen
Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Greenpeace veröffentlicht regelmäßig ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich. Alle Informationen finden Sie unter: greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test

Bildmaterial
finden Sie unter: http://bit.ly/2U9OTss
Die Fotos stehen unter Angabe der Photo Credits (© Mitja Kobal / Greenpeace) kostenlos zur Verfügung.

Die Tabelle
mit den Ergebnissen finden Sie unter: http://bit.ly/2HOoQQY

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