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veröffentlicht am 24.03.2021

29 von 54 Produkten enthalten für die Gesundheit problematische Stoffe - Greenpeace fordert Verkaufsstopp von Azofarben

Greenpeace-Marktcheck: Mehr als die Hälfte der Ostereierfarben gesundheitsgefährdend

Wien - Rechtzeitig vor Ostern hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace das Angebot der österreichischen Supermärkte an gefärbten Ostereiern und Produkten zum Selberfärbenüberprüft. Während sich auf den bereits gekochten und gefärbten Eiern in der Regel nur unbedenkliche Farben finden, ist die Situation bei Produkten zum Selberfärben wenig erfreulich: 29 von 54, also mehr als die Hälfte der Färbemittel enthalten für die Gesundheit problematische Stoffe wie etwa Azofarben. Dass es auch anders geht, beweisen die bekannten Hersteller von Färbesäckchen Brauns und Schimek, die dieses Jahr ihr Sortiment umgestellt haben. Greenpeace fordert jetzt einen Verkaufsstopp von allen gesundheitsgefährdenden Farben. Auf Nummer sicher geht man derzeit nur bei einem Supermärkten: MPreis aus Tirol bietet ausschließlich unbedenkliche Eierfarben zum Selberfärben an und belegt den ersten Platz beim Marktcheck “Ostern”.

„Gesundheitsgefährdende Stoffe in den Farben gehören nicht ins Osternest und schon gar nicht in Kinderhände. Diese Produkte immer noch zu produzieren und zu verkaufen, ist unnötig und unverantwortlich“, so Lisa Panhuber, Konsumexpertin von Greenpeace in Österreich. Die von Greenpeace kritisierten Eierfarben enthalten Stoffe, die im Verdacht stehen, Hautreizungen auszulösen, Asthma mit zu verursachen und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung) zu begünstigen. Gerade beim Färben mit Kindern gelangen die Farben häufig auf die Haut. Durch kleine Risse in der Schale können die Farben auch aufs Ei gelangen und werden dann mitverzehrt. Problematische Produkte von bekannten Marken wie Fixcolor und Heitmann sind in den meisten Supermärkten erhältlich. „Die großen Supermarktketten müssen jetzt Verantwortung zeigen und bedenkliche Ostereierfarben endlich aus ihren Regalen verbannen“, fordert Lisa Panhuber.

Die KonsumentInnen werden über mögliche Gefahren beim Eierfärben nicht informiert. Diese müssen im Gegensatz zu mit Azofarben gefärbten Lebensmitteln, keinen Warnhinweis tragen. Als Hilfestellung für den Einkauf hat Greenpeace eine Liste mit allen Eierfarben in den Supermärkten erstellt und die guten Produkte hervorgehoben. Empfehlenswert fürs Eierfärben daheim sind auch Naturfarben aus dem Bio-Markt oder Farben aus der Natur wie Zwiebelschalen oder Kurkuma. Die beste Wahl fürs Osterfest sind Eier in Bio-Qualität. Sowohl die frischen Hühnereier als auch die fertigen Bio-Ostereier mit ausschließlich unbedenklichen Farben sind in allen Supermärkten erhältlich.

  • Alle Unterlagen zum Marktcheck “Ostereier und -farben” unter: https://cutt.ly/1zUXzLX

    Bildmaterial finden Sie unter: https://cutt.ly/gxblkru
    Die Fotos stehen unter Angabe der Foto-Credits (© Mitja Kobal / Greenpeace) kostenlos zur Verfügung.


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