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veröffentlicht am 15.04.2020

OMV muss neuseeländische Öl- und Gasbohrpläne fallen lassen

Greenpeace: OMV-Rückzug aus Neuseeland Erfolg für Umwelt

Anlässlich der COVID-19-Krise hat der österreichische Mineralölkonzern OMV angekündigt, seine Bohrpläne in Neuseeland auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Für Greenpeace ist dieser Rückzug ein Erfolg für die Menschen und Meerestiere in Neuseeland und ein deutliches Zeichen, dass fossile Energien der Vergangenheit angehören müssen. Gleichzeitig warnt die Umweltschutzorganisation vor zukünftigen Explorationen der OMV in Neuseeland. Im Zuge der Corona-Krise sei es wichtiger denn je, in nachhaltige Energiesysteme zu investieren, anstatt weiter Öl und Gas aus dem Meeresboden zu pumpen, so Greenpeace.

„Der Rückzug der OMV aus Neuseeland ist ein großer Erfolg für alle Menschen, die sich gemeinsam diesem umweltschädlichen Projekt der OMV in den Weg gestellt haben. Wale und viele andere Meerestiere können nun fürs Erste wieder sicher durch die neuseeländischen Meere schwimmen”, erklärt Lukas Meus, Meeresexperte bei Greenpeace in Österreich. Bereits letztes Jahr protestierten mehrere Organisationen in Österreich und Neuseeland gegen die Bohrpläne – unter anderem Greenpeace. „Die Bohrungen sind nicht nur für Millionen Meerestiere eine potenzielle Katastrophe, sondern auch ein finanzielles Desaster: Alleine die erfolglose Suche nach Öl und Gas im neuseeländischen Great South Basin hat die OMV 80 Millionen Dollar gekostet”, so Meus. „Wirtschaftlich gesehen wäre es sinnlos, wenn die OMV in naher Zukunft eine weitere Bohrinsel nach Neuseeland schicken würde – insbesondere angesichts des Zusammenbruchs des weltweiten Ölpreises.”

Obwohl die Explorationsbohrungen in Neuseeland nun frühzeitig abgebrochen wurden, hat die OMV vermeldet, vor der neuseeländischen Taranaki-Küste potenzielle Öl- und Gasreserven gefunden zu haben. Ob die OMV in Zukunft vor Ort zurückkehren und weitere Probebohrungen durchführen wird, ist angesichts der aktuellen Lage ungewiss. „Das Geschäft mit Öl ist und bleibt ein umweltschädlicher, unsicherer Markt, der stark von geopolitischen Ereignissen geprägt wird. Die aktuelle Krisensituation zeigt uns, dass wir unsere Welt neu überdenken müssen – nicht nur für uns, sondern auch für alle Generationen, die nach uns kommen. Wir brauchen eine Gesellschaft, die von sauberer, erneuerbarer Energie angetrieben wird. Die OMV hat hier eine große Verantwortung und muss ihre Öl- und Gasförderpläne in Neuseeland komplett fallen lassen”, so Meus.

Bildmaterial
finden Sie unter: http://bit.ly/OMV-Bildmaterial

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