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veröffentlicht am 23.07.2019

Ölkonzern plant Bohrungen bei Wal- und Delfin-Habitaten

Greenpeace-Protest in Neuseeland: OMV, Finger weg von Walen!

Seit fast zehn Stunden protestieren Greenpeace-AktivistInnen im neuseeländischen Wellington auf dem 116 Meter hohen Gebäude der OMV-Zentrale. Dort entrollten sie ein Transparent mit der Aufschrift „OMV, Finger weg von Walen!“. Denn der österreichische Öl- und Gaskonzern will noch diesen Herbst vor der Küste Taranaki nach Öl bohren. Die Gegend ist jedoch für ein erhöhtes Aufkommen von Blauwalen bekannt. In der Nähe befindet sich auch ein wichtiges Habitat für Māui Delfine. Mit rund 60 Tieren gehört diese Delfinart zu den gefährdetsten weltweit. Greenpeace fordert daher von der OMV, sich aus Neuseeland zurückzuziehen und eine klimafreundliche Strategie umzusetzen.

„Die OMV setzt mit ihren geplanten Ölbohrungen das Leben von Blauwalen und den bereits gefährdeten Māui Delfinen aufs Spiel. Ein Ölunfall vor Ort hätte katastrophale Auswirkungen für die Meerestiere“, erklärt Lukas Meus, Meeresexperte bei Greenpeace in Österreich. „Es ist eine Schande, dass sich ein österreichisches Unternehmen hierzulande als verantwortungsvoller Konzern präsentiert, auf der anderen Seite der Welt jedoch Wale gefährdet und die Klimakatastrophe weiter antreibt.“

Vor rund einem Jahr hat die neuseeländische Regierung beschlossen, keine neuen Öl- und Gasbohrungen in Küstennähe zu genehmigen. Bereits vor diesem Zeitpunkt vergebene Lizenzen, wie jene an die OMV, sind von der neuen Regelung nicht betroffen. Trotzdem ziehen sich immer mehr Ölkonzerne aus den neuseeländischen Gewässern zurück. Erst im Juni kündigten diesen Schritt der US-amerikanische Konzern Chevron und der norwegische Konzern Equinor an. „Die OMV ist mittlerweile der letzte große internationale Ölkonzern in Neuseeland. Andere Konzerne haben sich bereits von den fossilen Energien in Neuseeland verabschiedet. Es wird Zeit, dass auch die OMV der klimafreundlichen Zukunft Neuseelands nicht mehr im Wege steht“, so Meus.

Laut eigenen Angaben ist die OMV seit 20 Jahren in Neuseeland tätig und hat mehr als eine Milliarde Euro in ihre Aktivitäten vor Ort investiert. Der Konzern ist Betreiber von sieben Explorationslizenzen. „Greenpeace fordert von der OMV, das fossile Zeitalter hinter sich zu lassen. Der Konzern muss sich aus Neuseeland zurückziehen, anstatt seltene Wale und Delfine einer großen Gefahr auszusetzen“, fordert Meus.

Bildmaterial
finden Sie unter:http://bit.ly/2YayFx5

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