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veröffentlicht am 09.11.2020

Greenpeace-Umfrage: 88 Prozent der Menschen in Österreich fordern von Regierung vollen Einsatz gegen Mercosur-Pakt

Eine überwältigende Mehrheit von 88 Prozent der Menschen in Österreich fordert von der Bundesregierung, sich mit voller Kraft gegen den geplanten EU-Mercosur-Handelspakt zu stellen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage die das Meinungsforschungsinstitut Akonsult im Auftrag von Greenpeace durchgeführt hat. Weiters fürchten 91 Prozent der Befragten negative Auswirkungen des Pakts auf den Klimaschutz und sogar 93 Prozent befürchten, dass die österreichischen Bäuerinnen und Bauern durch EU-Mercosur weiter unter Druck geraten. Greenpeace fordert von Wirtschaftsministerin Schramböck beim heutigen EU-Rat der HandelsministerInnen klar Position gegen den klimaschädlichen EU-Mercosur-Pakt in jeglicher Form zu beziehen.

“Eine überwältigende Mehrheit der Menschen in Österreich lehnt den EU-Mercosur-Pakt ab. Darüber hinaus gibt es auch einen aufrechten Beschluss des Österreichischen Nationalrats gegen den Pakt. Ministerin Schramböck muss sich daher heute gegenüber den europäischen WirtschaftsministerInnen unmissverständlich gegen den EU-Mercosur-Pakt in jeglicher Form aussprechen”, fordert Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. Laut der repräsentativen Umfrage sind 88 Prozent der Menschen in Österreich der Meinung, dass sich die Bundesregierung mit vollem Einsatz gegen den EU-Mercosur-Pakt einsetzen sollte. 91 Prozent befürchten negative Auswirkungen des Pakts für den Klimaschutz, ganze 93 Prozent befürchten negative Auswirkungen für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern. 90 Prozent der Menschen in Österreich geben zudem an, dass sie keine Lebensmittel kaufen würden, wenn sie wüssten, dass dafür Regenwald zerstört wurde.

Unterdessen findet heute der Rat der HandelsministerInnen statt. Aufgrund der derzeitigen COVID-19-Situation wird der Rat per Videokonferenz abgehalten. Da es bei dem Rat um die Zukunft der Europäischen Handelspolitik geht, wird auch der EU-Mercosur-Pakt Thema sein. Wie die Zeitung POLITICO berichtete, ließ der EU-Handelskommissar Dombrovskis unlängst damit aufhorchen, dass er bereits mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten im Kontakt sei, um eine Art “Beipackzettel” - konkret einen “side letter” oder eine “interpretative declaration” - für den in die Kritik geratenen EU-Mercosur-Pakt auszuverhandeln. Damit möchte Dombrovskis den Deal retten und den EU-Mercosur-Pakt doch noch durchdrücken. “Der Mercosur-Pakt wäre mit oder ohne Beipackzettel für vermeintlichen Regenwaldschutz eine Katastrophe. Er würde immer zu mehr Waldzerstörung führen, weil er im Kern darauf abzielt, dass mehr Agrargüter aus Südamerika nach Europa importiert werden. Die einzig richtige Lösung ist es, diesen Katastrophen-Pakt endlich ein für alle Mal auf dem Müllhaufen der Handelspolitik zu entsorgen und stattdessen ein starkes EU-Waldschutzgesetz zu beschließen. Nur das schützt unser Klima und den Amazonas wirklich nachhaltig”, sagt Theissing-Matei.

  • Die Ergebnisse der Umfrage im Detail finden Sie unter: https://bit.ly/32lxZKd
  • Bildmaterial finden Sie unter: https://bit.ly/33zRDSF - Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung kostenlos zur Verfügung

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