veröffentlicht am 03.05.2021

Satirisches Video “Milka Kochschlacht”

Greenpeace-Video blickt hinter Kulissen und zeigt Zerstörung für Milka-Schokozutaten auf

In einem heute veröffentlichten Video prangert die Umweltschutzorganisation Greenpeace an, dass für Palmöl und Kakao in der Milka-Lieferkette weiterhin Regenwälder gerodet, Tiere getötet und Menschen ausgebeutet werden. In dem satirisch überzeichneten Video mischt der Hollywood-Schauspieler Jeff Rickets als Milka-Direktor für Waldzerstörung die Zutaten für die Schokolade im Rahmen einer Kochshow zusammen: Palmöl aus abgefackelten Regenwäldern, vom Aussterben bedrohte Tierarten und Kakao aus einem blutverschmierten Jutesack. Das Video endet mit Originalbildern aus Indonesien, wo Greenpeace die Zerstörung der Regenwälder für Palmölplantagen seit Jahren dokumentiert. Nachdem die freiwilligen Versprechen der Konzerne in den letzten Jahrzehnten Waldzerstörung und Menschenrechtsverletzungen nicht stoppen konnten, fordert die Umweltschutzorganisation ein starkes EU-Gesetz zum globalen Waldschutz sowie ein Lieferkettengesetz.

“Unternehmen wie der Milka-Mutterkonzern Mondelēz können sich nicht länger hinter scheinheiligen Versprechen verstecken. Die schockierende Realität ist, dass entlang der Lieferketten für Schokolade noch immer hunderttausende Kinder auf Kakaoplantagen arbeiten müssen, riesige Flächen Regenwald in Flammen aufgehen und Tierarten aussterben. Greenpeace blickt hinter die Kulissen und zeigt schonungslos auf, welch bittere Verbrechen tagtäglich für die süße Schokolade passieren”, sagt Lukas Meus, Waldexperte bei Greenpeace in Österreich. 2019 konnten alleine in Indonesien rund 10.000 Brandherde mit Palmöl-Zulieferbetrieben von Mondelēz in Verbindung gebracht werden. Laut einem Bericht der University of Chicago arbeiten schätzungsweise noch immer 1,5 Millionen Kinder in Ghana und der Elfenbeinküste im Kakaoanbau. 2020 wurden dort über 46.000 Hektar Regenwald für Kakaoplantagen gerodet.

Das Video ist Teil der aktuellen Greenpeace Österreich Kampagne für ein EU-Gesetz für globalen Waldschutz sowie ein Lieferkettengesetz. Die UmweltschützerInnen fordern, dass Konzerne garantieren müssen, dass die Rohstoffe und Produkte nicht aus Waldzerstörung kommen und die Einhaltung der Menschenrechte gesichert ist. Konzerne sollen mittels der EU-Gesetze für Verstöße entlang der gesamten Lieferkette vor Gericht haftbar gemacht und mit strengen Strafen belegt werden können.

SERVICE:

Das Video- und Bildmaterial steht unter Angabe der Credits (im Dateinamen) ausschließlich für die redaktionelle Nutzung kostenlos zur Verfügung.

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