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veröffentlicht am 02.09.2020

Umweltschutzorganisation dokumentiert verheerende Brände und fordert Stopp von zerstörerischem EU-Mercosur-Pakt

Greenpeace warnt: Über 29.000 Amazonas-Brände im August (BILD, VIDEO)

Zwischen erstem und 31. August wurden 29.308 Feuer im Amazonas-Regenwald gelegt, so das brasilianische nationale Institut für Weltraumforschung INPE. Greenpeace dokumentierte die Feuer zwischen 16. und 21. August bei einem Überflug und zeigt mit heute veröffentlichten Bildern das bedrohliche Ausmaß des verheerenden Flammeninfernos im Amazonas-Regenwald. Die Umweltschutzorganisation fordert ein endgültiges Aus für den EU-Mercosur-Handelspakt, der die Regenwaldzerstörung weiter vorantreiben würde.

Viehzüchter und Landräuber zünden den Amazonas an und verwandeln den Regenwald immer mehr in einen Industriestandort. Damit bedrohen sie das vermutlich artenreichste Ökosystem auf unserem Planeten und das Zuhause von Faultieren und Affen. Anstatt diese Zerstörung endlich aufzuhalten, treibt die brasilianische Regierung unter Jair Bolsonaro mit ihrer Anti-Umwelt-Politik das Flammeninferno weiter an. Die EU gibt ihm - angetrieben von Konzernlobbies - Rückendeckung, indem sie versucht das zerstörerische Mercosur-Abkommen gegen den Willen Österreichs durchzupeitschen”, warnt Lukas Meus, Waldexperte bei Greenpeace in Österreich. Die Umweltschutzorganisation dokumentierte bei einem Überflug diese Brände, die unter anderem auch in Schutzgebieten gelegt und ausgebrochen sind. Die August-Brände sind die zweithöchste Rate in diesem Monat der letzten zehn Jahre. Der Bundesstaat Amazonas verzeichnete mit über 8000 Feuer die höchste Anzahl von Bränden in seiner Geschichte. Aufgrund technischer Probleme der NASA-Satelliten Mitte August, mit dem die Brandherde ermittelt werden, könnte die tatsächliche Zahl der Brände noch höher liegen.

Trotz der verheerenden Amazonas-Brände steht der umstrittene Handelspakt zwischen der EU und dem südamerikanischen Mercosur-Raum, dessen Teil auch Brasilien ist, kurz vor einem möglichen Abschluss. Obwohl das Österreichische Parlament bereits im September 2019 verbindlich die österreichische Position zum EU-Mercosur-Pakt auf “Nein” festlegte, wollen Konzerne, die Europäische Kommission und einzelne EU-Staaten dieses Jahr den umstrittenen Pakt zur Ratifizierung bringen. Der Handelspakt würde die fortschreitende Amazonas-Zerstörung weiter anheizen. „Es kann nicht sein, dass der zerstörerische Mercosur-Pakt weiterhin zur Debatte steht, während die Amazonas-Brände im August traurige Rekordwerte erreichen. Das Abkommen würde Importe von Produkten aus Regenwaldzerstörung, wie Rindfleisch und Hühnerfleisch, erleichtern. Damit verschließen alle Involvierten ihre Augen vor der dramatischen Vernichtung des Amazonas. Die österreichische Bundesregierung muss diesen Pakt aufhalten”, so Meus.

Bild- und Videomaterial
finden Sie unter: http://act.gp/AmazonasBrände0820

Dieses steht unter Nennung des Fotocredits © ChristianBraga / Greenpeace (Fotos) bzw. © Valentina Ricardo / Greenpeace (Videos) zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

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