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veröffentlicht am 13.05.2019

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt, dass nun offenbar alle österreichischen Parteien für ein klares Nein zu Glyphosat eintreten. Bei der gestrigen Elefantenrunde auf Puls 4 sprachen sich alle SpitzenkandidatInnen überraschend für ein EU-weites Verbot des wahrscheinlich krebserregenden Pflanzengifts aus. Noch am Tag zuvor hatten sich Gamon (NEOS) und Karas (ÖVP) in einer Greenpeace-Befragung zu Glyphosat nicht für ein allgemeines Verbot ausgesprochen. Greenpeace fordert von den SpitzenkandidatInnen jetzt Wort zu halten und nach der Wahl auch tatsächlich gegen Glyphosat aktiv zu werden.

„Erstmals haben sich endlich alle österreichischen Parteien für ein Aus von Glyphosat ausgesprochen. Wir nehmen die Spitzenkandidatin und die Spitzenkandidaten beim Wort und werden sehr genau beobachten, ob sie sich daran halten“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. Das gelte vor allem für jene Parteien, die in den letzten beiden Jahren im Österreichischen und Europäischen Parlament bereits mehrmals gegen ein Glyphosat-Verbot gestimmt haben: ÖVP, FPÖ und NEOS. „Schöne Worte und Ankündigungen alleine schützen uns nicht vor dem Risiko-Produkt Glyphosat. Alle wahlwerbenden Fraktionen müssen nach dem Urnengang beweisen, dass es sich hier nicht nur um Wahlkampfgetöse handelt. Sie müssen auf österreichischer und europäischer Ebene auch tatsächlich für ein Glyphosat-Verbot eintreten“, fordert Theissing-Matei.

Am vergangenen Samstag hatte Greenpeace anlässlich der EU-Wahl eine Befragung der österreichischen SpitzenkandidatInnen zu Glyphosat veröffentlicht. Karas (ÖVP) und Gamon (NEOS) sprachen sich darin nicht für ein EU-weites Verbot von Glyphosat aus. Vilimsky (FPÖ) sprach sich zwar für ein Verbot aus, seine Partei stimmte jedoch in der Vergangenheit bei zwei von drei wichtigen Abstimmungen im Parlament gegen ein Ende von Glyphosat. Schieder (SPÖ), Kogler (Grüne) und Voggenhuber (Liste 1 Europa/JETZT) traten bereits in der Greenpeace-Befragung für ein Verbot des Pflanzengifts ein.

Die Ergebnisse der Greenpeace Glyphosat-Befragung im Detail (inklusive der Original-Antworten der SpitzenkandidatInnen) finden Sie hier: https://bit.ly/2Llrmlg

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