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veröffentlicht am 03.12.2018

Weitere Zulassungen für das umstrittene Pflanzengift würden Machbarkeitsstudie der Regierung untergraben

Nach Kärnten-Initiative: Greenpeace fordert österreichweites Glyphosat-Moratorium

Die EU-Kommission hat der Kärntner Landesregierung grünes Licht für ein Verbot von gefährlichen Pestiziden im Haus- und Gartenbereich erteilt. Dazu zählt auch das umstrittene Pflanzengift Glyphosat. Um nun auch ein bundesweites Glyphosat-Verbot zu ermöglichen, fordert Greenpeace von Umweltministerin Elisabeth Köstinger, die Verlängerung von Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln sofort zu stoppen. Derzeit laufen 30 Verlängerungsanträge der chemischen Industrie für Glyphosat-haltige Pflanzenschutzmittel in Österreich. Werden diese jetzt genehmigt, wird damit eine aktuell geplante Machbarkeitsstudie der Bundesregierung zum Aus von Glyphosat untergraben. Denn das Ergebnis der Studie ist erst für das Frühjahr 2019 angekündigt.

„Ministerin Köstinger muss vorerst einen Glyphosat-Stopp für Österreich verhängen. Wenn vor Abschluss der Regierungsstudie bereits eine Welle an Glyphosat-Pflanzengiften in Österreich genehmigt wird, gerät diese Studie zu einer Farce. Dann wird daraus eine Unmachbarkeits-Studie”, erklärt Jens Karg, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace in Österreich.” Denn vergibt die Bundesagentur für Ernährungssicherheit (BAES) weiterhin Zulassungen für Glyphosat wird den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie vorgegriffen.

Im Frühjahr sollten die Ergebnisse der Studie gemeinsam mit VertreterInnen des Lebensmittel- und Agrarsektors bewertet werden, so Greenpeace. Ziel bleibt dabei, endlich das österreichweite Aus des für den Menschen wahrscheinlich krebserregenden Glyphosats umzusetzen.

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