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veröffentlicht am 25.07.2018

​Ministerin Hartinger-Klein muss sorgfältige Implementierung sicherstellen​

Neue Gentechnik: Greenpeace begrüßt richtungsweisendes Urteil

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Dieser gibt der Ansicht von Greenpeace Recht: Bei den neuen Verfahren handelt es sich um Gentechnik. Damit müssen alle bisher am Markt verfügbaren, mit sogenannten Gen-Scheren hergestellten Pflanzen unter europäischem Gentechnikrecht reguliert werden. Da einige EU-Mitgliedsländer bereits Anbauversuche mit den neuen Pflanzen zugelassen hatten, müsse das Urteil jetzt rasch und sorgfältig umgesetzt werden, so Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation fordert von der zuständigen Ministerin Beate Hartinger-Klein, eine rasche europaweite Implementierung sicherzustellen.

„Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist eine enorm wichtige und richtungsweisende Entscheidung. Jetzt herrscht endlich Klarheit: Mit den neuen Methoden hergestellte Pflanzen sind Gentechnik und fallen unter die europäische Gentechnik-Regulierung“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. Damit müssen diese Produkte im Rahmen einer Risikobewertung auf Herz und Nieren geprüft werden, bevor sie auf den Markt gelangen. Zudem gilt eine Kennzeichnungspflicht für die so gentechnisch veränderten Produkte.

Greenpeace fordert jetzt eine rasche europaweite Implementierung des Urteils. Einige Mitgliedsstaaten wie etwa Finnland oder Schweden hatten bereits mittels Gen-Scheren veränderte Produkte als „nicht gentechnisch verändert“ eingestuft und für Anbauversuche zugelassen. Diese Vorgehensweise ist nach diesem Urteil europarechtlich nicht mehr haltbar. „Ministerin Hartinger-Klein muss sich jetzt dafür einsetzen, dass dieses Urteil europaweit auch wirklich umgesetzt wird. Sie muss Staaten wie Finnland dazu auffordern eine weitere Verbreitung dieser Pflanzen ohne Risikobewertung und Kennzeichnungspflicht sofort zu unterlassen“, fordert Theissing-Matei.

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