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veröffentlicht am 08.01.2019

Umweltschutzorganisation begrüßt Initiative der Bundesregierung, erwartet sich aber konkrete Maßnahmen bei kommendem Arbeitsgespräch

Plastik-Gipfel: Greenpeace fordert Aktionsplan für weniger Plastikverpackungen

Wien - Nach dem heutigen Plastik-Gipfel fordert Greenpeace die Bundesregierung auf, rasch einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen auf den Tisch zu legen, um die Plastik-Krise einzudämmen. Dabei muss Mehrweg im Fokus stehen. Die Maßnahmen dazu sollen bei dem von der Regierung angekündigten Arbeitsgespräch mit den ExpertInnen diskutiert werden, so die Umweltschutzorganisation. Denn neue konkrete Vorschläge, wie das beschlossene Reduktionsziel bei Plastikverpackungen erreicht werden soll, wurden von der Bundesregierung heute nicht präsentiert. Zudem war die Redezeit pro TeilnehmerIn stark beschränkt und somit eine Debatte zwischen NGOs, Wirtschaft und Politik kaum möglich.

„Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung die Flut an Plastikverpackungen in Österreich einzudämmen. Bei dem heutigen Gipfel hat die Bundesregierung jedoch noch keine konkreten Vorschläge gemacht, wie sie ein Viertel des Verpackungsmülls reduzieren will. Ab jetzt muss die Politik zeigen, dass sie es mit der Plastik-Reduktion ernst meint: Es braucht einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen und Zeitplänen. Wenn wir die Berge an Plastikverpackungen um ein Viertel reduzieren wollen, muss Mehrweg ausgebaut werden. Als ersten wichtigen Schritt muss die Regierung ein Pfand für alle Getränkeverpackungen sowie eine verbindliche Mehrwegquote einführen.“ Hier herrscht dringender Handlungsbedarf. Schließlich landen derzeit in Österreich jährlich 300.000 Tonnen Plastikverpackungen im Müll - das ist um zwei Drittel mehr als noch vor 20 Jahren.

Auch bei den Tragetaschen müssen Wiederverwendung und Vermeidung an erster Stelle stehen. Zusätzlich zum angekündigten Verbot der Plastiksackerl muss aus Sicht der Umweltschutzorganisation daher ein Mindestpreis für sämtliche Wegwerfsackerl eingeführt werden. Nur so kann verhindert werden, dass die bis heute jährlich in Österreich produzierten 750 Millionen Plastiksackerl eins zu eins mit Papier oder Bio-Plastik ersetzt werden.

Diese und andere Vorschläge für eine Plastik-Reduktion sollen bei den kommenden Arbeitsgesprächen mit den ExpertInnen diskutiert werden. Das Ziel muss ein Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen sein, der den Weg für weniger Plastik bei Verpackungen ebnet ohne das Problem auf andere Materialien zu verlagern. “Am Ende des Tages muss die Regierung zeigen, dass sie den politischen Willen hat, das von ihr gesteckte Reduktionsziel bei Plastikverpackungen zu erreichen”, sagt Hammer.

Grafiken zu Plastikverpackungen finden Sie unter: https://bit.ly/2FfyFq0

Ein Fact Sheet zum Thema Plastikverpackungen und der Greenpeace-Positionfinden Sie hier: https://bit.ly/2Rvyayq

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