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veröffentlicht am 30.06.2019

Repräsentative Umfrage: 96 Prozent fordern Aus von Gentechnik bei AMA-Gütesiegel

Eine überwältigende Mehrheit der ÖsterreicherInnen fordert, dass für tierische Produkte mit dem AMA-Gütesiegel künftig keine Gentechnik-Futtermittel verwendet werden dürfen. Zwei Drittel halten das staatliche Gütesiegel fälschlicherweise bereits jetzt für garantiert gentechnikfrei. Das geht aus einer von Greenpeace beauftragten repräsentativen Umfrage hervor. Entsprechende Anträge zur Abänderung des AMA-Gesetzes gab es in der Vergangenheit bereits von den Grünen, der SPÖ und der FPÖ. Greenpeace fordert jetzt alle Parlamentsparteien dazu auf, den Willen der Österreicherinnen und Österreicher umzusetzen und das AMA-Gesetz dementsprechend zu ändern. Es müsse künftig garantiert werden, dass für Produkte mit dem staatlichen AMA-Gütesiegel nur gentechnikfreie Futtermittel eingesetzt werden.

“Die Österreicherinnen und Österreicher lehnen Gentechnik auf dem Teller und in der Landwirtschaft ab. Sie sollten sich künftig darauf verlassen können, dass bei Produkten mit dem österreichischen AMA-Gütesiegel keine Gentechnik zum Einsatz kommt”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Lanwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. Die überwältigende Mehrheit von 96 Prozent der Befragten verlangte, dass bei Produkten wie Fleisch, Milch oder Eiern mit dem AMA-Gütesiegel in Zukunft garantiert keine Gentechnik-Futtermittel zum Einsatz kommen. 84 Prozent geben an, dass sie Produkte nicht kaufen würden, wenn sie wüssten, dass diese mit Hilfe von Gentechnik-Futtermittel entstanden sind.

Gerade das staatliche AMA-Gütesiegel wird schon jetzt fälschlicherweise von vielen Menschen mit Gentechnikfreiheit assoziiert: 64 Prozent der Befragten dachten sogar, das AMA-Gütesiegel garantierte, dass kein Gentechnik-Futter eingesetzt wurde. Das entspricht jedoch nicht der Realität. Derzeit werden noch rund 90 Prozent aller Schweine in Österreich standardmäßig mit Gentechnik-Soja aus Übersee gefüttert - darunter auch die Schweine deren Fleisch mit dem AMA-Gütesiegel gekennzeichnet ist. „Die AMA muss das in sie gesetzte Vertrauen auch einlösen und die Gentechnik-Freiheit als verbindliches Kriterium für die Vergabe des Gütesiegels festlegen. In Brasilien oder Argentinien werden wertvolle Wälder abgeholzt, damit auf den Flächen dann genmanipuliertes Futtermittel für unsere Schweine angebaut werden kann. Das muss ein Ende haben. Schließlich sind schon heute ausreichend gentechnikfreie Futtermittel aus Europa verfügbar“, sagt Theissing-Matei.

Dass es auch ohne Gentechnik im Futtermittel geht, zeigen bereits mehrere österreichische Branchen: Die österreichische Milchwirtschaft und die österreichischen EierproduzentInnen füttern seit 2010 komplett ohne Gentechnik. Die heimischen HühnerfleischproduzentInnen folgten diesem Beispiel im Jahr 2012. “Die Parlamentsparteien haben es in der Hand, die Gentechnikfreiheit im AMA-Gesetz zu verankern. Die Österreicherinnen und Österreicher wollen keine Gentechnik auf den Feldern, keine Gentechnik auf den Tellern und keine Gentechnik in den Trögen. Deshalb muss das österreichische Gütesiegel der AMA endlich die Gentechnik-Freiheit garantieren“, fordert Theissing-Matei.

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