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veröffentlicht am 08.04.2019

Umweltschutzorganisation fordert zudem Aus für neue Diesel, Benziner und Hybride binnen 10 Jahren

Sachstandsbericht Mobilität - Greenpeace pocht auf sofortige Umsetzung

Wien – Das Umweltbundesamt hat nun die Endversion des Sachstandsberichts Mobilität online veröffentlicht. Dieser zeigt klar: Mit allen im Bericht angeführten und berechneten Maßnahmen können die klimaschädliche Treibhausgase im Verkehr bis 2030 nur um rund 5,5 Millionen Tonnen reduziert werden. Damit würde die Bundesregierung ihr selbstgestecktes - und niedrig angesetztes - Ziel von ursprünglich 7,2 Millionen Tonnen bis 2030 verfehlen. Greenpeace fordert daher von Verkehrsminister Norbert Hofer, ab 2028 keine neuen Diesel, Benziner und Hybride mehr neu zuzulassen und alle 50 vom Umweltbundesamt vorgelegten Maßnahmen umzusetzen.

„Der Verkehr ist das größte Sorgenkind der Klimapolitik in Österreich. Verkehrsminister Norbert Hofer muss sofort handeln: Wir können die Klimaziele nur erreichen, wenn ab 2028 keine neuen Diesel, Benziner und Hybride mehr verkauft werden“, sagt Adam Pawloff, Klimaexperte von Greenpeace in Österreich. „Minister Hofer muss die Verkehrswende jetzt einleiten: Die heimischen Expertinnen und Experten empfehlen dafür, das Verkehrssystem grundlegend umzustellen. Als wirkungsvollste Einzelmaßnahmen sind im Endbericht Tempolimits, Citymaut und Steueranpassungen gelistet. Hofer muss alle Vorschläge umsetzen und kontraproduktive Maßnahmen wie Tempo 140 sofort stoppen“.

Das Tempolimit auf 100 zu senken wäre laut den ExpertInnen nämlich der effektivste Schritt in der alleinigen Zuständigkeit des Verkehrsressorts. Damit gelänge es, etwa eine halbe Million Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen. Andere vorgeschlagene Maßnahmen umfassen etwa eine City Maut in allen Hauptstädten, höhere Steuern auf Diesel und Benzin oder der motorbezogenen Versicherung. Darüber hinaus würden auch Alternativen zum Autozwang deutliche CO2-Einsparungen bringen, etwa Fuß- und Radwege auszubauen, öffentliche Verkehrsmittel zu verbessern und vergünstigen sowie die Raumplanung zu optimieren. Insgesamt halten die ExpertInnen allerdings fest, dass es eine deutliche Verlagerung von Auto und Lkw auf Öffis und Bahn bzw. Radfahren und Fußgehen braucht, um die Klimaziele zu erreichen.

Auch wenn ein reiner Technologiewechsel nicht ausreicht: Je schneller Diesel, Benzin und Hybridautos durch E-Autos abgelöst werden, desto besser. Eine von Greenpeace beauftragte und vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführte Studie zeigt, dass in Europa ab 2025 keine reinen Diesel und Benziner und ab 2028 keine Hybridfahrzeuge mehr neu zugelassen werden dürfen. Nur dann ist das 1,5-Grad-Klimaziel zu erreichen.

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