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veröffentlicht am 02.12.2018

Nationale Klimaschutzverpflichtungen müssen erhöht werden- Umweltministerin Köstinger muss für starkes Signal der EU sorgen

Weltklimakonferenz: Greenpeace fordert Taten statt leerer Worte

Kattowitz/Wien – Anlässlich der morgen startenden Weltklimakonferenz, fordert Greenpeace alle Teilnehmerstaaten auf, ihre Klimaschutzpläne erheblich zu verbessern. Denn mit den derzeitigen Maßnahmen steuert die Welt auf eine Erderhitzung von über drei Grad Celsius zu. Auch Österreich ist hier gefordert. Mit dem aktuellen nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) der Regierung verfehlt Österreich ganz klar die Klimaziele, vor allem im Verkehrsbereich. Greenpeace fordert Umweltministerin Elisabeth Köstinger auf, die eigenen Klimaschutzpläne deutlich nachzubessern und im Rahmen des EU-Ratsvorsitzes auch andere Staaten von mehr Ambition in der Klimapolitik zu überzeugen.

„Während unsere Gletscher schmelzen und Inselstaaten untergehen, schaut die Politik untätig zu. Wir sind die letzte Generation, die noch den Klima-Kollaps aufhalten kann. Es ist Zeit für Taten statt leerer Worte“, sagt Adam Pawloff, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace in Österreich, der derzeit als Beobachter an der Weltklimakonferenz teilnimmt. Mit dem EU-Ratsvorsitz kommt Österreich hier eine wichtige Verhandlungsrolle zu. Umweltministerin Köstinger muss dafür sorgen, dass der Klimaschutzplan der EU noch vor dem Inkrafttreten im Jahr 2020 verbessert wird. Denn wie der unlängst veröffentlichte Bericht des UN-Umweltprogramms zeigt, wird sich die Welt bis 2100 um mehr als drei Grad erhitzen, falls die Klimaschutzmaßnahmen aller Staaten nicht deutlich erhöht werden.

Auch in Österreich herrscht dringender Handlungsbedarf: Während die klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen im EU-Schnitt seit 1990 um 23 Prozent gesunken sind, sind diese in Österreich deutlich angestiegen - beim österreichischen Sorgenkind Verkehr sogar um 66 Prozent. Die von der schwarz-blauen Regierung angedachten Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrsbereich reichen nicht aus um die Klimaziele zu erfüllen. Das bestätigen jetzt auch ExpertInnen des Verkehrsministeriums und der Bundesländer. Selbst mit sämtlichen gemeldeten Maßnahmen aus der Klimastrategie, werden die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich das verpflichtende EU-Klimaziel im Jahr 2030 verfehlen: Um 4,8 bis 6,2 Millionen Tonnen. “Die Klimaschutzpolitik in Österreich ist ein Trümmerhaufen. Ministerin Köstinger muss endlich die Ärmel hochkrempeln und sich tatsächlich für Klimaschutz einsetzen, in Österreich und auch außerhalb des Landes”, betont Pawloff.

Das Factsheet “UN-Klimakonferenz in Kattowitz” finden Sie hier: http://bit.ly/2zxb6oX

Archivbilder zur UN-Klimakonferenz und zur Klimakrise:
http://bit.ly/2FL3JQ6
Diese stehen unter Angabe der Foto-Credits (FotografIn/Greenpeace) zur nicht kommerziellen Nutzung zur Verfügung.

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